Merkmale eines erfolgreichen digitalen Kundenprojekts

Besim Karadeniz, 04.04.2019

Digitale Kundenprojekte sind innerhalb der Mauern eines Kunden immer eine “Ausnahmesituation” und das ist in erster Linie positiv gemeint. Tatsächlich leben erfolgreiche Digitalprojekte vor allem davon, dass die daran arbeitenden Menschen “ungestraft” neue Grenzen ausloten dürfen. Zehn zentrale Punkte, die die Basis eines erfolgreichen Digitalprojekts sein können.

  1. Mit der Rückendeckung und mit Mittel von höchster Stelle beginnt ein digitales Kundenprojekt. GrundlegendeZiele und Wünsche aus Sicht des Unternehmens werden definiert, die zur Entwicklung eines Mission Statements und zur Bildung eines Projektteams führen.
  2. Ein zentrales Mission Statement ist der Startschuss eines digitalen Kundenprojekts. Was will das Team eigentlich entwickeln, welche Voraussetzungen hat man und welche Ressourcen werden dafür zur Verfügung gestellt?
  3. Der Blickwinkel aus Kundensicht ist neben dem Mission Statement eine weitere Säule eines Digitalprojekts, an die zwar mitunter immer wieder erinnert werden muss, aber die letztlich der zentrale Charakter einer fertigen Lösung ist. Der Nutzer nutzt eine Anwendung und wenn dieser mit der Lösung nicht zurechtkommt, schlägt das Projekt fehl.
  4. Ein interdisziplinäres Team sorgt dafür, dass Wissen, Gedanken und Ideen vieler Bereiche eines Unternehmens zusammenkommen können. Solche Teams sind gerade in traditionsreichen Unternehmen mitunter eine Herausforderung, allerdings erreichen solche “Open-Minds”-Teams herausragend bessere Ergebnisse bei Planung und Entwicklung.
  5. Flexible Themengruppen innerhalb des Teams kümmern sich um Detailfragen. Solche Teams dürfen dabei durchaus auch Mitglieder haben, deren Hintergrund im Unternehmen nicht sofort zur Themengruppe passt. So sind nachweislich Benutzerführungen erheblich kundenorientierter, wenn nicht nur Support-Spezialisten an ihrer Entwicklung beteiligt sind, sondern beispielsweise auch Personen, die sich um die Programmlogik kümmern.
  6. Produktive und systematisch geführte Besprechungen stellen sicher, dass die Entstehung einer Anwendung möglichst nahe an den “Denkprozessen” des Teams geführt werden kann. Dabei ist es eine bewährte Methodik, dass solche Besprechungen keinesfalls nach üblichen Top-down-Methoden in klassischen Konferenzräumen stattfinden, sondern in inspirativen oder durchaus auch in provisorischen Umgebungen.
  7. Eine moderne Entwicklungsumgebung ermöglicht den Einsatz von gängigen Programmierschnittstellen und das ist gerade bei Mobile connected Anwendungen ein Kernstück. Benutzeroberflächen haben oftmals nur wenige Jahre Bestand und gelten dann als veraltet, obwohl die darunter liegende Anwendung vielleicht den aktuellen Stand der Technik darstellt.
  8. Das Paradigma der agilen Entwicklung stellt sicher, dass ein Digitalprojekt “leben” und “atmen” kann, das Team also schnell auf Ideen, Herausforderungen und Probleme reagieren kann, ohne dass sich Problemmeldungen so lange stapeln, bis ein großer Meilenstein fertiggestellt ist.
  9. Ein stetiger und zügiger Feedback-Rückkanal stellt sicher, dass Fehler und Verbesserungspotentiale direkt in den Entscheidungs- und Entwicklungsprozess eingespeist werden können. Dazu gehören vor allem penibel dokumentierte User Stories von einer erweiterten Testgruppe, die rein benutzerorientiert die Anwendung testen.

Klassische Post-mortem-Analysen nach Maßgaben des Projektmanagements führen zur strukturierten Sammlung, Aufbereitung und Speicherung von Projektdaten und -erkenntnissen. Mit dieser hochindividuellen Dokumentation lässt sich das Digitalprojekt aus Entscheidersicht bewerten und steht als Basis für zukünftige Digitalprojekte zur Verfügung.

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