Das bargeldlose Bezahlen als Gamechanger

Michael Rettinger, 02.10.2020

Immer mehr Menschen entdecken das bargeldlose Bezahlen mit Karte und Smartphone für immer mehr Zahlungsvorgänge im alltäglichen Leben. Eine Gefahr für die Kundenbindung?

Der gute alte Bankomat ist für viele Banken immer noch das stärkste Kundenbindungswerkzeug. Mit teilweise absurd hohen Fremdkartengebühren und Kostenfreiheit für Kunden des eigenen Verbundnetzes haben beispielsweise Sparkassen und Volksbanken viele Jahre lang eine erfolgreiche Kundenbindung sichern können.

Doch diese kommt nun nachhaltig in der Corona-Krise unter Druck. Durch immer häufigeres bargeldloses Bezahlen bleibt das Bargeld auch immer länger in der Tasche – wenn es denn überhaupt noch aus dem Geldautomaten dahinkommt. Vor allem junge Menschen verzichten immer häufiger gänzlich auf das Portemonnaie und gehen lieber mit Smartphone und Girocard aus. Mit der Folge, dass die sowieso schon immer seltener werdenden Besuche in der Bank noch seltener werden.

So kommt es sogar schon zu Beobachtungen, dass Filialschließungen auf dem Land in der Zielgruppe von Menschen zwischen 20 und 40 Jahren kaum noch zu Protesten führen. Vor kaum zehn Jahren standen bei solchen drastischen Sparprogrammen ganze Dörfer auf den Beinen.

Der Kampfplatz um die Bindung des Kunden zur Bank findet sich immer stärker auf dem Smartphone der Kunden. Und hier glänzt weder das Aussehen der App, noch die obligatorische Pushmitteilung bei erfolgten Überweisungen. Der Service und die Vielseitigkeit zählt und gerade bei diesem Thema kann es sehr schnell gehen, dass ein eigentlich gar nicht frustrierter Kunde sich eine App einer anderen Bank installiert und innerhalb weniger Minuten ein neues Konto eröffnet.

Noch nie war diese Kundenfreiheit größer und darauf müssen Banken zwingend reagieren.

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